News rund um den Kudammhof

Coffee und Cream – Bunte Hühnervielfalt und Zweinutzung

Klingt erst mal nach einer Bestellung im Straßencafé. Weit gefehlt! Im März kamen Eintagsküken in unterschiedlichen Farben  zu uns auf den Hof. Sie sind schwarz oder mit cream schwarz-weiß gemustert. Auch braune Damen waren zu finden. Aus den Elterntieren wie Bresse Gauloise (Henne)x New Hampshire (Hahn) entsteht Coffee – braun, weiß, schwarz gemustertes Gefieder. Aus Bresse Gauloise x White Rock entsteht Cream.  Coffee und Cream haben in der Zweinutzung den Schwerpunkt in der Legeleistung. Um die bunte Vielfalt perfekt zu machen, laufen noch reinrassige Bresse Gauloise in der Herde rum, sehr gut zu erkennen an den blauen Füßen. Diese haben die Mast als Schwerpunkt.

Was genau heißt denn nun Zweinutzung? 

Die Antwort liegt im Namen. Die Bruderhähne setzen 500g mehr Fleisch an als ihre Bruderkollegen der zurzeit klassischen Legehenne. Die Schwestern legen je nach Schwerpunkt der Elternhähne (Mast o. Legeleistung) allerdings 50-100 Eier weniger pro Jahr und Tier. 

Unsere Erfahrungen bis hierhin: 

Die Bruderhähne haben gehalten, was die ÖTZ (ökologische Tierzucht GmbH) verspricht. Sie sind bereits im Juli geschlachtet worden und haben nach 18 Wochen ein Durchschnittsschlachtgewicht von 1,8 kg auf die Waage gebracht. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie deutlich entspannter in der Haltung waren als die Brüder der Legehybriden.

Die Mädels fangen gerade fleißig an Eier zu legen. Diese sind noch sehr klein mit hohem Eigelbanteil. Bunt wie die Hühner sind auch die Eier: hellbraun, beige, cremefarben, leicht rosa, manchmal lustige Formen.  Wieviele Eier es werden, lässt sich aber noch nicht sagen. 

Beide Geschlechter haben eins gemeinsam: Sie fressen gut, gerne und einiges mehr als ihre Vergleichstiere aus der Einnutzung. Das verspricht neben dem gut bemuskelten Hahn auch eine Suppenhenne mit  höherem Gewicht. 

Was ist die ÖTZ? 

Insbesondere in der heutigen Zeit zeigt sich, dass Abhängigkeiten von großen Konzernen zum Stillstand führen können. Es gibt nur noch zwei große weltweit operierende Zuchtunternehmen für Geflügel: Lohmann und Hendrix. Die Züchtung ist und war auf Höchstleistung in eine Richtung (Einnutzung) ausgerichtet. Das führte z.B. zum Hahnenkükentöten bei den Legerassen und führt zu einer schnellen Mast bei den Mastrassen: 900 g Schlachtgewicht in 32 Tagen mit extrem schlechter Mobilität der Tiere.

Die Bioverbände Bioland und Demeter haben, um unabhängiger zu werden, die gemeinnützige ökologische Tierzucht (ÖTZ) gegründet. Begonnen wurde mit dem Geflügel, wie oben beschrieben. Andere Tierarten sollen folgen. Die ÖTZ hat sich einerseits die Erhaltung der Rassenvielfalt auf die Fahnen geschrieben. Andererseits müssen die Rassen so weitergezüchtet werden, dass die Tiere nicht nur schön sind, sondern auch verhältnismäßig gute Leistungen erreichen, damit die Wirtschaftlichkeit nicht ganz auf der Strecke bleibt. Man kann nicht Fleisch- & Legeleistung zusammen auf Höchstleistung züchten. Es müssen Abstriche in beide Richtungen gemacht werden, um auch gesunde vitale Tiere zu haben.

Warum nun das Ganze auf dem Kudammhof?

Wir betreiben seit 2012 eine Zweinutzung der Legerassen. Mit dem Motto ein „Ein Ei für Zwei!“ wird für jede Henne ihr Bruder aufgezogen. Die Bruderhähne setzen aufgrund ihrer Genetik aber nicht so viel Fleisch an für das Futter, das sie fressen. Dafür legen ihre Schwestern aber sehr viele Eier und subventionieren dadurch die Aufzucht über einen höheren Eierpreis. 

Nun möchten wir einerseits die ÖTZ Coffee & Cream ausprobieren und den Leistungsstand in Fleisch und Legeleistung selbst erfassen und andererseits schauen, ob die ÖTZ-Hühner eine wirtschaftliche Alternative zu der reinen Legehennenrasse darstellen könnten. 

In der Summe hat das leider auch seinen Preis, der sich dann in den Eierpreisen widerspiegeln muss, um zumindest die Kosten zu decken.

Wir würden uns freuen, wenn Sie jedoch bereit sind, uns auf dem Weg zurück in unabhängige bäuerliche Zuchtstrukturen zu unterstützen! 

Wer sich das Ganze gerne einmal in Natura anschauen möchte, ist herzlich eingeladen, an einer unserer Hofführungen teilzunehmen! Wir würden uns sehr freuen!

Neuer Partnerbetrieb für leckere Bioland-Eier!

Wir haben einen neuen Partnerbetrieb gewonnen!
Christoph Winkelmann hält exclusiv für uns Legehennen.
Christoph und seine Frau Saskia haben ihr Herz für Hühner entdeckt.

2019 sind sie frisch in die Biolandfamilie aufgenommen worden. Ihr wunderschöner Hof liegt in dem Dorf Altenboitzen bei Walsrode. Hier bekommt der Satz „über den Jordan gehen“ eine ganz andere Bedeutung, denn der Jordanbach fließt durch das Dorf.
Wenn man diesen in Altenboitzen überschreitet, gelangt man kurzweilig zu zwei neuen Hühnermobilställen. Hier leben Legehennen, deren Brüder aufgezogen wurden. Die Eier kommen zum Kudammhof und werden dort sortiert und verkauft. Christophs Hühner leben wie bei uns auf dem Kudammhof:
- ökologische Freilandhaltung im Mobilstall
- Brüderaufzucht 1:1
- gleiches leckeres Biolandfutter
- eigener Futteranbau
- Hühnerhaltung optimal für Tier & Mensch
Wir wollten nicht größer werden - Christoph & Saskia Winkelmann bauen sich in kleinbäuerlichen Strukturen eine Existenz auf!
Hier passt alles zusammen!
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

Ab sofort: Verkaufsautomat in Ramlingen!

Ab sofort gibt es unsere Eier, Hühnertopf, Wurstdosen & Co. auch in Ramlingen!
Rund um die Uhr steht auf dem Biolandbetrieb Meller, Grüne Allee 7, im Hofladen ein weiterer Verkaufsautomat bereit. Neben Barzahlung ist auch Kartenzahlung möglich!
Wir freuen uns auf Ihren Besuch :-)

Fahrt nach Polen mit Sachspenden für die Ukraine

Spontan haben wir uns als Transporteur für Sachspenden für die Ukraine zur Verfügung gestellt.
Am Donnerstag, den 3.3.22, trudelten die Sachspenden von vielen Menschen bei uns auf dem Hof ein. Gemeinsam mit Familie Albert und Fink haben wir alle Sachen in unsere Autos und einen Anhänger gestopft.

Für den Rückweg hat die Angeles Hundehilfe – in Zusammenarbeit mehrerer Tierschutzverbände – einen Transport von Hunden koordiniert.
Freitagmorgen ging es los. Breslau wurde gegen 19 Uhr erreicht. Alle Sachspenden wurden dankbar entgegengenommen. Von Breslau aus übernahm eine Hilfsorganisation den Weitertransport der Spenden in die Ukraine.
In der Nacht war die 2.Etappe nach Krakau dann beendet. Samstag wurden die Hunde abgeholt und deren Papiere gecheckt. Mittags sind dann 10 Tiere mit uns auf die Reise gegangen. Für die Auffangstation in Krakau hatten wir noch viele Futterspenden dabei. Sehr, sehr müde, aber zufrieden etwas beigetragen zu haben, war die Reise am Sonntag früh um 4 Uhr zu Ende.
Lieben Dank an alle Spender, Organisatoren, Koordinatoren für diese gemeinsame Aktion.

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