Der Kudammhof

Der Kudammhof liegt inmitten einer schönen Heide-Moorlandschaft außerhalb vom Ortskern Großmoor an der Straße Kurfürstendamm. Betriebsschwerpunkt ist die Legehennenhaltung im Freiland. 1996 wurde der erste Freiland-Hühnerstall gebaut.
Heute werden 7000 Legehennen in Gruppen zu jeweils ca. 1000 Hennen in mehreren mobilen Ställen gehalten. Sobald ein Feld leergepickt ist, werden diese mit zwei Treckern immer wieder auf ein neues Stück Land gezogen.

Als weitere Futtergrundlage wird für die Hennen Getreide angebaut. Die Eier werden sortiert und direkt an andere Bio- und Hofläden geliefert oder auf dem Wochenmarkt verkauft.
Neben den Hühnern leben noch Limousinrinder, Islandpferde und Dartmoorponys auf den Weiden rund um den Hof. Das Fleisch der Rinder wird auf Bestellung direkt an Endverbraucher verkauft. Neben Geflügel- und Rindfleisch gibt es hofeigene Pasteten, leckere Würstchen sowie leicht zubereitbare Produkte von Rind und Geflügel.
Die Islandponys werden für heilpädagogisches Reiten, erlebnis- und naturpädagogische Projekte eingesetzt. Weitere Infos und Ansprechpartner hierzu unter Cavallino - Reiten und Reittherapie mit Isländern.

Gemäß unserer Unternehmensphilosphie halten wir alle Tiere artgerecht. Das bedeutet, ihnen einen Auslauf ins Freie zu jeder Jahreszeit zu gewähren. Begünstigt wird dieses durch eine vollarondierte Grünlandfläche. Außerdem stehen den verschiedenen Tierarten ein geräumiger Stall, entsprechend ihres natürlichen Verhaltens, eingestreut mit Stroh zur Verfügung. Grundsätzlich verfüttern wir kein Tiermehl und keine genmanipulierten Futtermittel (Mais, Sojabohnen). Wir verwenden keine chemischen Dünge- oder Pflanzenschutzmittel. Zur Düngung unserer Felder verwenden wir den Stallmist.

Seit der Installation einer Photovoltaikanlage können wir den Strom für unseren Betrieb selbst erzeugen.

Exkursionen, Motto-Hofführungen, Projekte mit Kindergärten und Schulen und vieles mehr sind nach Absprache jederzeit möglich.

Weitere Informationen: 

Geschichte

Mit 22 Jahren (nach dem Tod ihres Vaters 1991) bewirtschaftete Friederike Schultz (Dipl.-Ing. Agr.) gemeinsam mit ihrer Mutter (Elfriede Schultz)den Bauernhof weiter. Nebenbei schloß sie ihre landwirtschaftliche Ausbildung auf einem Biolandbetrieb ab und studierte Agrarwirtschaft an der Gesamthochschule Kassel. Das Studium hat sie 1997 erfolgreich abgeschlossen. Die Familie wurde komplett, als mit Johannes Erkens (staatlich geprüfter Landwirtschaftsleiter) der Hof durch einen Mann bereichert wurde. Nachwuchs stellte sich mit Niklas und Lara ein.

Wir sind Biolandbetrieb

Seit Februar 1999 sind wir ein Bioland-Betrieb. Wir werden von der ABCERT mindestens einmal im Jahr auf die Einhaltung der Richtlinien des ökologischen Landbaus kontrolliert. Außerdem wurde uns ein Zertifikat ausgestellt, das belegt, dass wir alles so gemacht haben, wie es sein soll. Dieses gibt Ihnen als Kunden die Sicherheit, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Für uns hat es den Vorteil, dass nicht jeder ein solches Zertifikat verwenden kann. Diese ist im Gegensatz zu dem Begriff Bio geschützt. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung -- wir antworten bestimmt. 

Unsere Rinder

Auf unseren Wiesen laufen ca. 15 Limousinrinder.

Zur Geschichte

Das Limousinrind ist eine französische Rasse und stammt ursprünglich aus dem Landstrich Limousin in der Mitte Frankreichs (aus der Stadt Limoges). Bis 1900 wurden die Limousins für die Zugtierzüchtung auf dem Feld gezüchtet. Nach 1900 erfolgte die Umzüchtung zum Fleischrind.

Foto der HerdeDer Unterschied:

  • Hervorragende Fleischqualität und geringe Verfettung.
  • Die Tiere sind robust und widerstandsfähig.

Mast & Futter

Die weiblichen Limousinrinder wachsen schonend und langsam heran. Sie erhalten

  • im Sommer: Weidegras
  • im Winter: Eigene Grassilage

Ein Ei für Zwei! - Bruderhähnchen

Bei uns dürfen Bruderküken zu Bruderhähnchen heranwachsen.

Kaum einer weiß oder denkt darüber nach, dass die Hälfte der frisch geschlüpften Küken bei den Legehennen männlich ist und aussortiert wird. Hahnenküken legen nun mal keine Eier. Außerdem werden sie auf Grund der Rasse nicht so schwer und setzen nicht so viel Fleisch an. Sie rechnen sich aus wirtschaftlicher Sicht nicht und werden nach dem Schlupf sofort getötet. So sterben in Deutschland jährlich über 40 Millionen Küken einen erbärmlichen Tod durch Vergasen oder Zerschreddern.

Diese Praxis halten wir für nicht vertretbar. Nachdem wir uns seit 2008 mit diesem Thema beschäftigt haben, starteten wir im Januar 2012 unser Pilotprojekt "Bruderküken" und ziehen seitdem die männlichen Geschwisterküken 1:1 auf. Genau wie ihre Schwestern dürfen sie nach Herzenslust durch die Gegend toben und das Leben genießen. Bilder dazu gibt es in der Galerie .

Dass die Tiere langsamer wachsen und durch die viele Bewegung nicht so schwer werden wie Mastrassen, hat auch seine Vorteile: Das Fleisch ist fettärmer und überzeugt durch einen intensiven Fleischgeschmack.
Unsere Hähnchen haben ein Gewicht von ca. 1000-1300g. Man kann sie sowohl braten als auch kochen.

Jetzt kommen die Eier der Schwestern ins Spiel:
Denn nur über einen höheren Erlös aus den Eiern lässt sich das Leben der Brüder auf einer gesunden Basis finanzieren. Die Hennen haben bereits zugesagt, für Ihre Brüder weiterhin fleißig Eier zu legen.

Und Sie?
Mit dem Kauf jedes Eies vom Kudammhof unterstützen Sie zwei Leben. Das Leben der Legehennen und das Leben der Bruderhähnchen.
Auch unser Partnerbetrieb Biohof Wildung in Bomlitz schenkt so den Brüderhähnchen ein Leben.

Seien Sie dabei - Ein Ei für Zwei!

Legehennen

Eier aus Biohaltung

Unsere Hühner kommen nicht aus Käfigaufzucht und haben einiges, was andere Hühner nicht haben.

    Unsere Legehennen
  • werden ab dem 1.Tag bei uns auf dem Hof aufgezogen
  • leben in einem geräumigen hellen Stall
  • legen ihre Eier in große Familiennester
  • baden genüsslich im Sand
  • bekommen Stroh und Körner zum Scharren und Picken
  • dürfen das Tageslicht genießen
  • haben eine große Wiese als Auslauf